ATELIER MARIA KREUZER

2016
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

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GALERIE MARIA KREUZER

Main-Echo 21-11-2016 - 14:05 Uhr

Hommage an Galeristin und
Malerin Maria Kreuzer

Kunst: Katalog spiegelt 40 Jahre Leben und Werk sowie den Wandel
der Galeriearbeit in Amorbach wider


AMORBACH  Der Rahmen war ideal gewählt: Vorbei an den beeindruckenden Flügel-Skulpturen der Gabriele Lutzau im Eingangsbereich des Alten Rathauses von Amorbach aus dem 15. Jahrhundert strömten am Samstag rund 50 Besucher in den alten Sitzungssaal im ersten Stock, um dort der Malerin und Galeristin Maria Kreuzer für ihr Lebenswerk im Barockstädtchen ihre Reverenz zu erweisen.

Mekka für Kunstfreunde

39 Jahre lang hatte sie von 1975 an Amorbach zu einem Mekka für Kunstfreunde aus Nah und Fern geadelt. Cornelia König-Becker, die sensible und tatkräftige Kunstaktivistin, hatte diese Hommage an Maria Kreuzer vorbereitet, bei der die großen Qualitäten des neuen Katalogbuchs >Von der Malerei zur Galerie< anschaulich präsentiert wurden.

Das einstündige Programm spiegelte die Kreativität und Harmonie wider, die auch Maria Kreuzer auszeichnen: Raimund Eisert umrahmte auf seinem E-Piano mit einer lockeren, eleganten Scarlatti-Sonate, mit der fazinierenden Allemande aus Bachs Französischer Suite und mit einer zarten Beethoven-Bagatelle die kurzen, intensiven Lesungen.

Hans Meserle bewies, dass sensible, prägnante Lyrik, ins der kein Wort zu viel fällt, mindestens genau so präzise und anschauliche Bilder vor dem inneren Auge entstehen lässt wie die Malerei. Verse wie > Frühe Dämmerung härtet das Blau zu Stahl, > In der Stille zu sich finden / Ein Boot in ruhiger Strömung < oder > ein stummer Begleiter / Tau für deine Stimme < zauberten anschaulich, intensiv, aber ganz und gar unpathtisch Stimmungen und Gefühle in den Saal und zeichneten mit den Mitteln der Lyrik den Lebens- und Schaffensweg der Galeristin in Versen nach. Eine Lesung aus dem Katalog bewies, dass dort nicht nur zahlreiche Bilder Maria Kreuzers in herausragender Widergabe zu finden sind und Fotos zu einem kurzweiligen Gang durch vier Jahrzehnte Galeriegeschichte einladen.

Viele Texte verknüpfen den Rückblick auf die Lebensleistung Maria Kreuzers mit dem Blick in die Zukunft von Galerien auf dem Land und setzen sich mit der Bedeutung von Kunst und Kultur im Leben der Menschen auseinander.

Zahlreiche Sternstunden

So ganz nebenbei werden im Aufsatz > Abseits der Metropolen, aber mitten in der Welt < zahlreiche Sternstunden in 39 Jahren Ausstellungsarbeit lebendig. Nicht nur Amorbachs zweiter Bürgermeister Wolfgang Härtel hörte gespannt zu, als im Aufsatz ein Zitat Maria Kreuzers zu hören war, mit dem sie fast beschwörend eine gemeinsame Anstrengung der Amorbacher anmahnte, damit  > Amorbach wieder zu dem geistigen, intellektuellen Zentrum wird, wie es das zur Zeit Adornos war < .

Heinz Linduschka

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