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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2010
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 25-10-2010

Farbenfrohe Bilder und phantasievolle Holzskulpturen

Karin Kruck-Hörter und Wolfgang Xaver Fischer stellen in der Galerie Kreuzer aus


Amorbach.  Sie kennen und schätzen sich als Künstler schon seit mehr als 30 Jahren, haben bereits 1979 eine gemeinsame Ausstellung in der Jesuitenkirche organisiert und schicken sich seit langem zum Geburttag „Jahresgaben“. Wer sich so gut kennt, der kann ohne große Absprache mit seinen Objekten in eine Galerie gehen und sie passen wie dafür geschaffen zu den Kunstwerken, die der zweite Künstler mitgebracht hat. Genau so war das bei der Malerin Karin Kruck-Hörter aus Aschaffenburg, Schülerin von Anton Bruder und Elisabeth Dering und seit 1977 Mitglied im BKK. Als sie in der Amorbacher Galerie Kreuzer beispielsweise ihr jüngstes Ölbild „Stillleben mit Afrikanischer Figur“ hängte, passte es so, als wäre es extra dafür gemalt worden, zur Skulptur aus Olivenholz mit dem Titel „Einhorn“, die der Bildhauer Wolfgang Xaver Fischer geschaffen hat. Fischer, der in Aschaffenburg und Ligurien lebt und arbeitet, hat nach Amorbach zwei Dutzend Skulpturen unterschiedlichster Art mitgebracht, Skulpturen, die sein Fasziniertsein vom Werkstoff Holz zeigen und die liebevolle und zugleich handwerklich perfekte Art, in der er mit seinem Werkstoff umgeht. Bei den Skulpturen, dem „Einhupfer“ beispielsweise, soll der Betrachter erkennen können, ob mit dem Meißel oder mit der Raspel gearbeitet wurde, und die manchmal wilde Maserung des Olivenholzes nimmt er genau so in Kauf wie Astlöcher. Um Glättung um jeden Preis geht es ihm überhaupt nicht, und auf ganz feste Pläne verzichtet er von Anfang an, wenn er sich über ein Stück Olivenholz macht – er arbeitet nicht gegen das Holz, sondern mit dem Holz.

  Stillleben sind seit längerer Zeit das bevorzugte Motiv von Karin Kruck-Hörter. Lebendige Farben, eine Mischung aus Gaugin-Anmutung, naiver Malerei und frühem Expressionismus mag so mancher entdecken, der ihre großformatigen Ölbilder in der Galerie Kreuzer auf sich wirken lässt. Und wirksam sind sie tatsächlich, fast schon dominant, auch wenn sie sich mit Fischers Holzarbeiten ideal ergänzen – wieder einmal auch ein Beleg für den guten Kunstgeschmack und das sichere Urteil der Galeristin Maria Kreuzer. Um eine „Ästhetik der Ruhe“ geht es der Malerin nach ihren eigenen Worten, „ich male nur Dinge, die ich besitze“ sagt sie und betont, dass sie geradezu einen Drang in sich fühle, das Schöne, das sie in ihrer Umgebung wahrnimmt, auf die Leinwand zu bannen. Diese Leinwand spannt sie übrigens selbst auf die Keilrahmen, grundiert sie auch und manchmal „ruft dann die Leinwand nach bestimmten Gegenständen“. Das können afrikanische Masken sein, Puppen, Pflanzen oder Gewürze – immer Gegenstände, die den Stillleben ihren ganz eigenen Charakter in der unverwechselbaren Handschrift von Karin Kruck-Hörter geben.

  Witzig und zugleich erhellend war der kleine Vortrag, den Wolfgang Xaver Fischer über das Thema „Rahmen“ hielt. Tatsächlich spielen Rahmen auch in dieser Ausstellung eine wichtige Rolle: bei Fischer als Rahmen oder Schublade für Spiele oder als „Reliquienschrein“, besonders eindrucksvoll als Fichtenholzrahmen für Granit und Mooreiche, bei der Malerin als ganz individuelle Rahmen, die ihre Bilder hervorheben und zu Gesamtkunstwerken ergänzen. Fischers Fazit: „Der Rahmen gehört zum Bild, als Ergänzung, als Kontrast oder als Spannungselement.“   

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