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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2011
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 24-03-2011

„Man sieht nur mit dem Herzen gut“

Ausstellung in der Galerie Kreuzer lädt zu ganz persönlichen „Entdeckungen“ ein -
Ingrid Jänsch und Efi Pflumm


Amorbach.    „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ ließ vor knapp 70 Jahren Antoine de Saint-Exupéry den Fuchs zum kleinen Prinzen sagen – und dieses Zitat könnte als Motto über der aktuellen Ausstellung der Galerie Maria Kreuzer in Amorbach stehen. Zwei Künstlerinnen stellen dort unter dem Titel „Entdeckungen“ rund 50 Bilder und Objekte aus, die in den letzten 20 Jahren entstanden sind und die Besucher tatsächlich zu ganz persönlichen Entdeckungen einladen. Voraussetzung aber ist: Man muss Zeit mitbringen, sich auf die Bilder, die Pyramiden, die Stoffkissen, die Bienenwachsobjekte und die Pendelpyramiden einlassen und man muss davon überzeugt sein, dass eine Verbindung zwischen Materiellem, Sichtbarem, der Oberfläche der Dinge, und den geistigen Kräften, den Bewegungsenergien besteht, dass es Urformen gibt, auf die sich fast alles zurückführen lässt, dass es keinen Widerspruch zwischen tatsächlich oder scheinbar Geheimnisvollem und dem ganz Einfachen und Klaren gibt.

So könnte man die „Kunstphilosophie“ zusammenfassen, die das Arbeiten von Ingrid Jänsch und Efi Pflumm seit vielen Jahrzehnten prägt. Die Ausstellung in Amorbach zieht so etwas wie ein Resümee die Lebens- und Kunstphilosophie.

Ingrid Jänsch wurde 1943 in Stuttgart geboren, ihr Weg hat sie vom Kunstpädagogikstudium über intensive künstlerische Lehrtätigkeit nach Walldürn geführt, wo sie heute künstlerische Werkstätten betreibt. Ihre Pendelobjekte aus Stein, Erde, Metall und Bienenwachs, ihre Arbeiten mit geometrischen Formen wie Kreis, Kugel, Dreieck und Quadrat zeigen eine Mischung aus meditativen Elementen und elementaren Kräften, aus einfachen Linien - beispielsweise in den Buntstiftbildern mit den spielerischen Elementen -, Stoffkissenobjekte spielen mit einem Materialmix und fordern vom Betrachter, sich auf sie einzulassen und tatsächlich mit ihnen zu spielen – ganz konkret und in Gedanken -, die Stoffbilder zeigen eine interessante Kombination aus Naturmaterialien und einem verblüffend facettenreichen Spiel mit Linien und Formen.   

Efi Pflumm wurde 1939 in Böhmen geboren und ist ihren künstlerischen Weg von Anfang an als Autodidaktin gegangen. Elf Jahre lang hatte sie in Höpfingen ein Atelier. Ihre Bilder in der Galerie Kreuzer, meist aus den frühen 90er Jahren, verdienen einen zweiten und auch einen dritten Blick. Sie spielt souverän mit Collageelementen in Werken mit Titeln wie „“September 1947“ oder „Ausgrabung“, integriert Schrift, Zeitungsausrisse und Textelemente in die Kompositionen, die sich einem schnellen Verstehen durchaus hermetisch entziehen, bei intensiver Beschäftigung jedoch eine verblüffende Ästhetik, ein schönes Nebeneinander von zentralen Elementen und scheinbar nebensächlichen Momenten verraten und damit auch festgefahrene Hierarchien in Frage stellen. Meditative Stimmung verströmen auch sie, eine Ästhetik des genauen Sehens – am besten des Sehens mit dem Herzen – ist vermutlich der Schlüssel zu dieser Ausstellung, die zu Recht den Titel „Entdeckungen“ trägt. 

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