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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2011
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 24-01-2011

„Volkskunst“ im besten Sinn

Bilder und Keramik in der Galerie Maria Kreuzer in Amorbach - Irmgard Becker - Gertrud Saumweber


Amorbach.    Fünf Wochen lang gibt es in der Galerie Maria Kreuzer in Amorbach Keramik und Bilder zu sehen, die „Volkskunst“ im besten Sinne sind. Die gut 50 Objekte erfüllen nämlich alle Voraussetzungen, um auch Menschen für Kunst zu interessieren, für die sonst der Eingang zu einer Galerie eine fast unüberschreitbare Schwelle darstellt. Ganz wichtig: Die Preise für die Bilder von Irmgard A. Becker und für die Keramikobjekte von Gertrud Saumweber sind angesichts der handwerklichen Perfektion der Exponate und des großen Aufwands, der in sie investiert wurde, verblüffend niedrig – „erschwinglich“ pflegt man solche „Kunstschnäppchen“ zu nennen. Und das Zweite, vielleicht noch wichtiger: Dieser Vorzug geht nicht auf Kosten der Qualität. Becker und Saumweber verfügen über jahrzehntelange Erfahrungen, über große technische Qualitäten und über eine ansteckende Experimentierfreude, die auch in der Ausstellung in Amorbach für jeden Besucher zu spüren ist.

Irmgard Becker, die in Thüringen geboren wurde und seit langem im kleinen Ort Watterbach lebt und arbeitet, konzentriert sich seit dem Ende ihrer Tätigkeit als Kunsterzieherin am Gymnasium voll auf ihre kreative Arbeit. Sie führt in ihren Bildern in Mischtechnik vor, wie die Symbiose zwischen konkreter Malerei und interpretationsfähiger Abstraktion aussehen kann. Ihre Bilder wie die, in denen Musik optisch-künstlerisch umgesetzt wird, führen auch Traditionalisten und Moderne-Skeptiker sanft, aber nachdrücklich auf den Weg zur Abstraktion und nehmen ihnen den Schrecken vor angeblich Unverständlichem und „Wirrem“. In „Für Elgar“ schafft es Becker, die selbst Bratsche spielt, die Musik Edward Elgars tatsächlich in Farbklängen und Komposition auf die Leinwand zu bannen, und auch im Bild „für Schostakowitsch“ spiegelt die Komposition mit großen Flächen und eindrücklichen Farben die Kraft und Gewalt der Kompositionen so wieder, dass man sie zu hören glaubt, wenn man das Bild betrachtet. „Das Wesen eines Objekts durch den Gang in die Abstraktion einfangen“ will Irmgard A. Becker, und die 22 Bilder in Amorbach zeigen klar, was sie damit meint.

Experimentierfreude prägt auch die Keramikobjekte der Gertrud Saumweber, die in Ravensburg geboren wurde, die staatliche Fachschule für Keramik in Landshut besuchte und sich schon 1971 mit der eigenen Werkstatt in Mosbach ihren Wunsch nach Selbstständigkeit erfüllt. Töpferware, Steingut – bei 1060 Grad Celsius gebrannt - ist es, was sie in Amorbach zeigt, und dabei ist es ihr ganz wichtig, dem Betrachter immer deutlich zu machen, aus welchem Material die Objekte bestehen. Die Glasuren sollen nichts zudecken, nichts verschleiern, sie lassen immer den „Urstoff“, die Erde ahnen und zeigen Spuren des Arbeitsprozesses. Chemie wollte die Künstlerin eigentlich studieren, und die Glasuren der Töpferware spiegeln in ihren vielfältigen Facetten, ihrem Farbenspiel, ihren unterschiedlichen Oberflächen Experimentierfreude und tief reichende Materialkenntnis gleichermaßen.   hlüssel zu dieser Ausstellung, die zu Recht den Titel „Entdeckungen“ trägt. 

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