html web templates

GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2010
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 23-09-2010

„Ich gestalte das, was ich denke“

Bilder von Andrea Trottler und Skulpturen von Christian Rudolph in der Galerie Kreuzer


Amorbach.   Vier Wochen lang sind in der Amorbacher Galerie Maria Kreuzer wieder einmal Exponate von zwei Künstlern zu sehen, die im Amorbach tatsächlich eine Art von Symbiose eingegangen sind und ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Da sind zum einen die großformatigen Bilder aus Farbpigmenten und Leinöl, in allen Gelbfacetten, malerische Umsetzungen des Liederkreises Sukta 125, dem 10. Mandala aus dem Rig Veda, einer traditionellen Schrift der vedischen Hochkultur. Die Künstlerin heißt Andrea Trottler, stammt aus Lohr und praktiziert seit vielen Jahren die Transzendentale Meditation. Der Kunsthistoriker Dr. Leonhard Tomczyk sprach von den „Motiven als Motivation“ und von „Freisetzung von mentalen und spirituellen Energien“: „Die Schwingungen tauchen wie aus einem Nebel auf, verschwinden wieder, leise und weich bis gewaltig aufgewühlt, hin und her, wie das Schwingen des geflüsterten oder singenden Wortes.“ Er lud die Betrachter ein, in den Bildern zu „verweilen“ und die Energie auf sich wirken zu lassen.

„Beide lassen sich nicht in eine Stilschublade stecken“, arbeitete Tomczyk als Gemeinsamkeit zwischen den Bildern der Andrea Trottler und den Skulpturen des Christian Rudolph heraus. Rudolph selbst, in Aschaffenburg geboren, gelernter Goldschmied und längst hochdekorierter Bildhauer, der vor sechs Jahren den Förderpreis für zeitgenössische Kunst des Neuen Kunstvereins Aschaffenburg verliehen bekam und seit fünf Jahren in Irsee im Allgäu lebt, hat seine Kunstphilosophie so formuliert: „Was mich immer wieder fasziniert, ist die Möglichkeit eine vage Vorstellung einer Plastik im Kopf zu haben, sie zu konstruieren, weiter zu entwickeln, zu beobachten, den Zufall einzubeziehen, eventuell steuernd einzugreifen, um sie schließlich handwerklich auszuführen.“ Auch sein konkretes Vorgehen, wenn er Plastiken aus Stahl, Aluminium oder Bronze herstellt, legt er klar: „Es entstehen keine Zeichnungen, nur wenige Skizzen, ich gehe lieber den zeitaufwändigeren und kontemplativen Weg ein Papiermodell zu bauen.“ Die zehn Stahlskulpturen, die in Amorbach zu sehen sind, erregten jedenfalls schon bei der gut besuchten Vernissage sehr viel Aufmerksamkeit, zumal sie vor dem Hintergrund der ruhigen, meditativen Bilder glänzend zur Geltung kommen. Diese Skulpturen - geometrisches Metall oder metallene Geometrie - in der Galerie sind tatsächlich, wie Tomczyk formulierte, „durchdachte, gelenkte Raumspuren und –durchdringungen“, „Schmuckstücke, die einen Raum effektvoll schmücken“ – die aber auch, das muss gesagt werden, als Kunstwerke für sich allein stehen können und wirken. Ein Satz, den Christian Rudolph als Maxime Picassos auf seine Homepage gestellt hat, könnte auch über den Bildern von Andrea Trottler stehen: „Ich male nicht, was ich sehe, ich male, was ich denke.“   

PRESSE ARTIKEL AUF- UND ABBLÄTTERN

    ▽

GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014
WEITERE THEMEN

DANKE FÜR IHR INTERESSE !

KONTAKT  I  IMPRESSUM


© 2017 MARIA KREUZER