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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2009
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 20-07-2009

Kunst ist weit „mehr als bloßes Abbild“

Aquarelle von Bernd Liebisch und Skulpturen von Helmut Massenkeil in der Galerie Kreuzer


AMORBACH   „Sie haben sich in die Herzen der Amorbacher gemalt“, sagte Maria Kreuzer, als sie am Sonntagnachmittag zahlreiche Gäste zur Vernissage der Ausstellung mit Aquarellen von Bernd Liebisch und Skulpturen von Helmut Massenkeil in ihrer Galerie in Amorbach begrüßte. Gemeint war damit der 1963 in Aschaffenburg geborene Liebisch, der seit 19 Jahren in seiner Geburtsstadt als freischaffender Künstler arbeitet und inzwischen längst über die Grenzen des Untermains hinaus bekannt geworden ist. Das gilt mindestens in gleichem Maß für Helmut Massenkeil, der 1949 in Oberlahnstein geboren wurde, an der FH Wiesbaden sein Studium der Bildhauerei bei Professor Schutzbach absolvierte und seit 1977 als freischaffender Bildhauer zunächst in Frankfurt, dann in Aschaffenburg lebt und arbeitet. Zahlreiche Kunstausstellung im In- und Ausland und viele private und öffentliche Aufkäufe belegen sein künstlerisches Renommee. Wieder einmal ist die Ausstellung mit den Werken der beiden Künstler in der Galerie Kreuzer zu einem schönen Gesamtkunstwerk geworden. Die 21 archaisch wirkenden Eisen- und Bronzeskulpturen – jeweils nur in 3er bis 5er Auflagen hergestellt – harmonieren wunderbar mit den Aquarellen, die Liebisch im Lauf eines Jahres in Amorbach gemalt hat, Aquarelle, die Amorbachs Schönheiten mit sicherem Blick und aus oft außergewöhnlichen Perspektiven zur Geltung bringen, ohne jemals kitschig zu wirken. Liebisch bedankte sich denn auch bei zahlreichen Amorbachern, die ihm Fensterplätze oder Dachgauben für seine Kunst reserviert hatten. Der „Zweifel an der Zentralperspektive“ spiegelt sich in diesen Bildern, die nicht nur ungewöhnliche Blickwinkel zeigen, sondern oft auch Häuser und Ensembles in einer Art Froschperspektive zeigen, nicht verfälschen, sondern so verfremden, dass sie den erneuten und dann genaueren Blick auf die Objekte provozieren – selbst für „Eingeborene“ dürften die Bilder so manche Überraschung bieten.

Eine Überraschung bot auch die Vernissage. Es gab nicht die üblichen Reden, sondern eine spannende Mischung aus philosophischen Gedanken und stimmiger, improvisiert und spontan wirkender Musik mit Liebisch und Uli Pfeifer an den Gitarren. „Wer Augen hat, zu sehen, der höre!“ forderte Liebisch die Besucher auf und formulierte – passend zu den Bildern und zu den Skulpturen, die in der Galerie Kreuzer zu sehen sind: „Da, wo ich stehe, ist mir die Welt am größten“ und „Kunstwerke sind herrliche Irrtümer auf dem Weg zur Wahrheit.“ Auch Massenkeil sprach davon, dass Kunst weit mehr als „bloßes Abbild“ sei, sondern durch die subjektive Wahrnehmung des Künstlers dazu führe, Gegenstände, Details, Ansichten so wiederzugeben, dass Dinge deutlich werden, die sich dem ersten Blick entziehen.

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