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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2012
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 18-09-2012

Farbenrausch und Transparenz

Bilder von Annette Bischoff und Glasobjekte von Jörg F. Zimmermann in der Galerie Kreuzer


Amorbach. Ein beeindruckender Farbenrausch empfängt in den nächsten vier Wochen jeden Besucher der Galerie Kreuzer in Amorbach. Der Grund: Annette Bischoff aus Darmstadt präsentiert ein breites Spektrum ihrer Bilder aus den letzten Jahren, Werke in Mischtechnik in den unterschiedlichsten Formaten, die erkennen lassen, dass sie aus unterschiedlichen Schaffensphasen der Malerin stammen. Die gelernte Architektin und Bühnengestalterin, 1962 geboren, hat seit 1987 in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland große Erfolge erzielt. Unverkennbar ist, dass ihre Reisen und Studienaufenthalte in Ländern wie Mexiko, USA, Kanada, Indonesien und der Türkei Spuren auf den Leinwänden hinterlassen haben. Leuchtende Farben, oft archaische, landestypische Elemente, Motive und Symbole aus vielen Kulturen zeichnen ihre Bilder aus, finden sich in ihrer Malerei, die sinnliches Vergnügen am Malen ausstrahlt und beim Betrachter hervorruft. So mancher mag sich bei den collageartigen Werken an paradiesische Utopien erinnert fühlen, mag spüren, wie viel Lebensfreude sie ausstrahlen. Ein Arbeitsprinzip der Künstlerin wird schnell deutlich: Sie gestaltet mit einer breiten Farbpalette harmonische Klangbilder, collagiert oft Zeitungsausschnitte, Fotos oder auch Stoffreste so, dass ein schlüssiges Gesamtbild mit spannenden Tiefenstrukturen entsteht und den Betrachter in die Bilder hineinzieht. Nur selten steht ein Bild isoliert: Annette Bischoff ist eine Malerin der Serien, der Varianten: Sie spielt Motive und Themen in zahlreichen Versionen durch und erschließt damit sich und dem Betrachter immer wieder neue Perspektiven. Ein besonders schönes Beispiel: die Serie „A Dream of Shanghai“, gut 20 Collagen auf Holz, auf denen die Künstlerin zahllose Facetten des Lebens, der Kultur, der Menschen in China ganz überzeugend künstlerisch umgesetzt hat – Collagen, die für sich allein stehen können, aber auch in ihrem Zusammenspiel ein wunderschönes Gesamtbild ergeben.

Eine bessere Symbiose mit diesen Bildern als durch die Glasobjekte des Jörg F.Zimmermann hätte man sich nicht wünschen können. Der 1940 in Landkreis Göppingen geborene Zimmermann ist weit über die Grenzen Deutschlands hinaus vor allem durch seine „Wabenobjekte“ bekannt geworden, die auch in Amorbach viel Raum einnehmen. Der freiberufliche Industriedesigner, der seit vielen Jahrzehnten an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Glasgestaltung lehrt, hat sich für seine kunstvoll gestalteten Glasobjekte die organischen Formen der Natur zum Vorbild genommen. Er findet den Umgang mit dem Material, das in flüssigem Zustand formbar und weich wirkt, erkaltet aber hart, fast unnahbar scheint, faszinierend und kann diese Faszination spielerisch und handwerklich perfekt auf die Betrachter übertragen. Dabei schafft der Künstler keine bloß schönen, dekorativen Objekte, ihm geht es auch um die Widerstände des Materials, um den Zufall beim Entstehungsprozess des Werks, um Risse und Brüche. Seine ganz besondere Methode: Er bläst die heiße, flüssige Masse durch ein Metallgitter und schafft dadurch Formen mit vielschichtigem, ob auch farblich abgesetztem Innenleben. Man kann schon beim ersten Blick nachvollziehen, dass Zimmermann damit tatsächlich so etwas wie ein künstlerisches Spiegelbild unserer Zeit präsentiert: Verletzliche Strukturen, eine immer komplexer werdende Innenwelt – und all das bei größter Transparenz und begeisternder Ästhetik der facettenreichen Formen.

Diesen Farbenrausch und die spannungsgeladenen Glasobjekte vereinen sich in der Galerie Kreuzer zu einer idealen Kombination, deren Wirkung sich kaum jemand entziehen kann. Die Ausstellung ist noch bis zum 14.Oktober zu sehen in der Galerie Kreuzer, Johannisturmstraße 7, in Amorbach. Die Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag und an Sonn- und Feiertagen von 15 bis 18 Uhr.

Auf der Homepage des Glaskünstlers kann die Entstehung eines Glas-Wabenobjekts in einem Video mitverfolgt werden: www.joergfzimmermann.com. (hlin)

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