amp template

GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2011
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 16-07-2011

Amorbach liegt am Mittelmeer

„Sommerausstellung“ in der Galerie Maria Kreuzer entführt in den Süden


Amorbach.   Helle, intensive, warme Farben, ein spannendes Spiel mit Licht und Schatten, harmonisch hingegossene Figuren – drei Wochen lang liegt Amorbach tatsächlich am Mittelmeer, wenn man die Galerie Maria Kreuzer besucht. Die Bilder von Alexander Kruschel erinnern den Besucher an große Namen des Expressionismus und des Impressionismus, an Kirchner, an Jawlensky, an Nolde oder an Monet. Wer das „Picknick im Park“ betrachtet, wer die Landschaftsdarstellungen aus dem Jahren 2007 bis 2010 auf sich wirken lässt, fühlt sich tatsächlich um rund 100 Jahre zurückversetzt, in die großen Epochen vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Eine ausgeprägte eigene Handschrift ist ganz sicher nicht das große Kennzeichen im Schaffen des heute 82-jährigen Alexander Kruschel, der in Polen geboren wurde, der in der Essener Folkwang-Schule und in den 60er Jahren bei Elisabeth Dering und bei Anton Bruder wertvolle Anregungen für sein künstlerisches Arbeiten erhielt, vor allem durch die langjährigen Aufenthalte in Sizilien, in Taormina und – 25 Jahre lang – durch das Leben und Arbeiten an der Costa Blanca geprägt wurde, bevor er vor einem Jahr wieder nach Haibach zurück kehrte und dort Tag für Tag das tut, was er als sein Leben bezeichnet: Malen. Seine farbintensiven, harmonischen Bilder, die Spontaneität ausstrahlen und sich – vor allem in den letzten Jahren – stärker ins Abstrakte zu entwickeln scheinen wie die Acryl-„Impressionen“ aus diesem Jahr, spiegeln die Lebensfreude und die Begeisterung, die von ihm ausgehen, die Erfolge bei Ausstellungen und die zahlreichen Verkäufe der Aquarell, Acryl- und Ölbilder beweisen, dass Kruschel längst sein Publikum gefunden hat.

  Den engen Bezug zum Süden, die warmen Farben, eine beeindruckende, nie kitschige Harmonie strahlen auch die Terrakotta-Skulpturen von Christa Mory-Wuster aus. Die Bildhauerin und Malerin lebt seit 1970 in Südfrankreich, wobei sich ihr naturverbundener Lebensentwurf ganz überzeugend in ihren Skulpturen und in den Skizzen zu diesen Werken spiegelt. Es ist eine Mischung aus Erdgebundenheit, verblüffender Leichtigkeit und ungekünstelter Eleganz, die ihre Skulpturen in heller, warmer Terrakotta-Farbigkeit ausstrahlen, Frauenfiguren begeistern den Betrachter durch die Art, wie sie elegant und harmonisch hingegossen wirken, gestreckte Leiber und Gliedmaßen sind ein Markenzeichen der Objekte, wobei Christa Mory-Wurster manchmal ganz bewusst die natürlichen Relationen, beispielsweise die zwischen Kopf und Füßen, verschiebt – eine Methode, die den Figuren eine ganz eigene, unverwechselbare Existenz schenkt. Unverwechselbarkeit ist ohnehin ein Markenzeichen dieser Künstlerin: Trotz aller Harmonie und trotz aller Wurzeln in traditioneller Bildhauerei hat die Künstlerin ihren eigenen Stil gefunden, gestaltet mit ihren bloßen Händen Werke mit Titeln wie „Strandgut“, „Vorgebeugte“ oder „Liegende“ und brennt sie mit rund 1100 Grad. Dass sie immer Schönheit und Würde der dargestellten Menschen wahrt, dass sie es schafft, eine fruchtbare Symbiose aus den scheinbaren Gegensätzen Ruhe, Spannung und Bewegung zu gestalten, ist sicher so etwas wie ein Markenzeichen der Künstlerin, die in verblüffender Schnelligkeit ihre Skizzen aufs Papier bringt, um dann in aufwändiger Arbeit in ihrem Atelier in St. Jurs die Plastiken zu schaffen.

PRESSE ARTIKEL AUF- UND ABBLÄTTERN

    ▽

GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014
WEITERE THEMEN

DANKE FÜR IHR INTERESSE !

KONTAKT  I  IMPRESSUM


© 2017 MARIA KREUZER