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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2009
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Main-Echo 16-06-2009

Surrealismus und überbordende Phantasie

Dirk Erich Brause und Christine Neidlinger präsentieren Bilder und Keramik in der Galerie Kreuzer   


AMORBACH   23 Keramikobjekte und acht großformatige Bilder verwandeln die Galerie Kreuzer in Amorbach für die nächsten vier Wochen in einen Ort surrealer Anklänge und überbordender Phantasie. Maria Kreuzer hat wieder zwei Künstler „zusammengespannt“, deren fast kongenialen Übereinstimmungen mindestens beim zweiten Blick ganz deutlich werden. Christine Neidlinger, in Hamburg geboren, hat die Werkkunstschule Stuttgart und die Akademie in Salzburg besucht und lebt heute in Aschaffenburg. Ihre einfallsreichen, handwerklich interessanten und facettenreichen Keramikobjekte werden aufgebaut und modelliert, erhalten oft mit einer Kalkbemalung eine ganz spannende Oberfläche, werden bei 1000 Grad Celsius gebrannt und stellen häufig Phantasiefiguren dar, bei denen die zahlreichen Details das genaue Betrachten erfordern. Immer wieder ist eine Art Vogelmenschen zu sehen, Figuren von verblüffender Lebendigkeit und Skurrilität, wobei manchmal die Titel wie „Schluckspecht“ oder „Durchblick“ auch den Humor erahnen lassen, der die Künstlerin bei ihrer Arbeit auszeichnet. 

Sie korrespondieren ideal mit den Bildern des Dirk Erich Bause, der 1972 in Riesa geboren wurde und heute in Leipzig lebt und arbeitet. Er bezeichnet sich selbst mit Understatement als „Hobbymusiker und Hobbykünstler“, nennt in seiner Biografie als wichtige Stationen ein Praktikum als Restaurator für Holzskulptur und Gemälde in Dresden und das Studium der Malerei an der Hochschule in Leipzig, wo er 2003 auch das Diplom ablegte. Zwei Italienreisen haben offensichtlich Spuren in seinem malerischen Schaffen hinterlassen: in den kräftigen, aber auch differenzierten Farben auf den Bildern von 1,40 auf 1,90 Meter mit Titeln, die dem Betrachter mindestens so viel Einfühlungsvermögen abverlangen wie die Bilder selbst – „Leiden an allgemeiner Gefährlichkeit“ oder „Einübung in Gleichgültigkeit“ sind zwei Beispiele dafür. Die großformatigen Werke basieren auf detaillierten Zeichnungen im Kleinformat, bevor sie dann in Acryl auf die große Leinwand übertragen und oft überarbeitet werden, so lange, bis sie den Titeln entsprechen. Es ist ein bisschen schade, dass Bause diese Vorstufen nicht mit nach Amorbach gebracht hat. Er war von den Ausstellungsräumen so begeistert, dass er von Anfang an wusste: „Die sind für meine großen Bilder ideal.“ Er versicherte, dass es tatsächlich zunächst die lyrisch-poetischen Titel gibt, für Bause „plakative Aussagen“ und zugleich „festgehaltene Emotionen“. Die Galeristin selbst zeigte sich – wie die Vernissagegäste - von den „surrealistischen, traumhaften Bildern“ und den „Fabelwesen, aus der Phantasie geboren“, begeistert. Wer für sich selbst einen Zusammenhang zwischen den Objekten und den Titeln entdecken will und in die interessanten Tiefenstrukturen der Bilder eintauchen, hat dazu noch bis zum 11.Juli Gelegenheit

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