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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2013
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 14-10-2013

„Reiseimpressionen“ als Farbensinfonie voller Vitalität

Bilder und Skulpturen von Birgit Sewekow in Amorbachs Galerie Maria Kreuzer


Amorbach. Es ist, als hätte der Herbst noch einmal all seine Farbenpracht kraftvoll gebündelt und in der Galerie Maria Kreuzer in Amorbach ausgeschüttet: 50 Bilder in verschiedenen Formaten und mit den unterschiedlichsten Techniken zaubern die Faszination fremder Länder und Kulturen in die beiden Räume der Galerie und nehmen die Besucher mit auf eine Weltreise von Amorbach über Malta, Nordspanien, Japan, Zypern, Kreta und Frankreich bis nach Spanien und den Iran – und auch dort ist noch lange nicht das Ziel der Reise erreicht. „Reiseimpressionen“ wählte die 1946 in Darmstadt geborene Birgit Sewekow als Titel, und ihre Biografie sich liest wie der personifizierte Beweis dafür, dass sich Geisteswissenschaften, Kunst und Kultur und Naturwissenschaften zu einer gelungenen Symbiose runden können. Nach dem Abitur am humanistischen Lessing-Gymnasium in Frankfurt studierte Sewekow zunächst Griechisch, Philosophie und Kunstgeschichte, begann mit dem Malen, studierte dann aber Physik, promovierte in diesem Fach und blieb ihm auch beruflich treu. Vor rund 20 Jahren aber gewann die Malerei immer mehr Gewicht in ihrem Leben. Nach der Ausbildung im Kunst-Atelier Eloba in Köln folgten zahlreiche Weiterbildungen bei renommierten Künstlern, auch bei Markus Lüpertz. Bis heute waren die Werke der Künstlerin in mehr als 130 Ausstellungen weltweit zu sehen.

Diese biografischen Wurzeln werden auch in der Ausstellung in Amorbach immer wieder sichtbar. Die Reisen haben viele Spuren hinterlassen, wenn die Malerin fremde Kulturen mit ihrem typischen Malstil auf Papier zaubert, in dem sich Anklänge von Expressionismus und Impressionismus zu erstaunlicher Harmonie verbinden. In Zyklen voller Farbenkraft und mit ganz individuellem Blick jenseits fotografischer Realität und doch mit großem Wiederkennungswert zeigen 29 Blätter mit Mischtechnik, Aquarelle, Farblinolschnitte und Zeichnungen mit Tusche und Feder auf Papier Sewekows Sicht der Barockstädtchens Amorbach, zeigen Kirchen und Kultorte aus aller Welt wie die Kathedrale zu Exeter, den Innsbrucker Dom oder die Ruinen des iranischen Barm und frühzeitliche Tempel auf Malta. Zwölf Amorbachansichten bilden auch den Kalender des Odenwald Faserplattenwerks 2014, der schon bei der Vernissage wegging wie die berühmten „warmen Semmeln“ – Beweis dafür, dass dieser ungewöhnliche Blick auf der Städtchen dessen oft verborgene Reize ans Licht bringen kann.

Eine gelungene Abrundung: Die elf Bronzeskulpturen, eine Technik, mit der sich die Künstlerin intensiv seit sechs Jahren beschäftigt. Und da wird die Faszination ganz klar, die Antike und Mythologie seit ihrer Schulzeit für Birgit Sewekow ausüben. „Adonis“, „Sappho“, „Aphrodite“ und „Eurydike“ spiegeln Verfall genau so wieder wie die ungebrochene Anziehungskraft, der bewusste Verzicht auf ein Ausarbeiten der Gesichter und häufig auch das Fehlen von Händen und Füßen lenken den Blick auf die Bewegungsachsen, auf eine Dynamik, die aus der Grundform entsteht und sich bruchlos auf den Betrachter überträgt. Gesteigert wird das durch die Oberflächen, die oft durch Blattgoldauftrag eine ganz besondere Patina erhalten – Zeichen für Alterung genau so wie auch für die wertvollen Reste einer alten Kultur. (hlin)

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