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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2013
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 11-09-2013

Willi Bucher präsentiert
„Sprachlandschaften“
in Amorbach

Der Darmstädter Künstler Willi Bucher überwindet souverän alle Gattungsgrenzen


Amorbach. Zeichnung, Malerei, Installation, Videofilm, Skulptur – Willi Bucher, der 1948 in Bühl bei Günzburg geborene Künstler, der in Darmstadt lebt und arbeitet, beweist seit 1980, als er seine Laufbahn als freier Künstler startete, dass es für ihn keine Gattungsgrenzen in der Kunst gibt. Immer wieder erklärt er, dass es ihm vor allem darum geht, mit seinen Arbeiten auszuloten, wo in den Darstellungen Spannung entsteht. Damit setzt er sich dann künstlerisch auseinander. Und tatsächlich spiegelt auch die aktuelle Ausstellung „Sprachlandschaften“, die in den nächsten vier Wochen in der Galerie Maria Kreuzer in Amorbach zu sehen ist, wie Bucher traditionelle Techniken mit modernen Entwicklungen und neuen Medien nahtlos verbindet, immer auf der Suche, neue Horizonte zu erschließen und die Grenzen der Kunst auszuloten.

In den beiden Räumen der Amorbacher Galerie sind großformatige Bilder mit einer innovativen Mischung aus Ölmalerei und Druckverfahren zu sehen, die tatsächlich „Sprachlandschaften“ erschaffen. Auf bis zu vier Quadratmetern sind vielschichtige Kombinationen aus Öllandschaften zu sehen, auf die mit modernem Verfahren Endlosketten von Textbausteinen aufgesprüht sind –  seltsame und tief beeindruckende Zwitterwesen zwischen konkreter Poesie und figurativer und nichtfigurativer Malerei mit geheimnisvollen Titeln wie „greygoescolour“ oder „grautrifftfarbe“, die sich jedoch beim genauen Blick auf die Bilder schnell erschließen. Die Buchstaben wirken manchmal schlierenhaft, sind dann wieder wie horizontale oder vertikale Schmuckbänder ins Bild gesetzt. Immer wieder verzahnen sich Vordergrund und Hintergrund zu einem verblüffend schlüssigen Ganzen, das oft auch durch Farbschlieren verfremdet wird. Oberflächliche und glatte Ästhetik ist eben in der modernen Kunst nicht mehr angesagt.   

Ein Magnet für die Zuschauer – auch bei der Vernissage am Sonntag: die „contents mit beboxx“, Glassteine mit 24 Zentimeter Kantenlänge als Krönung von Stelen, auf deren „Bildschirm“ nach dem Guckkastenprinzip in beeindruckender Dreidimensionalität eine Stuhlperformance Liebhaber der Stuhlbilder von Gunter Ullrich für einen Moment davon träumen lässt, dessen spannende Darstellungen könnten in anschaulicher Dreidimensionalität lebendig geworden sein, während an einer anderen Stele ein kleines Theaterstück abläuft: Bucher witzig-einfühlsame Auseinandersetzung mit dem Schwarzen Quadrat von Kasimir Malewitsch. Fast genau 100 Jahre, nachdem diese Ikone der modernen Malerei zum ersten Mal zu sehen war, bietet Willi Bucher seine ganz eigene Version dieses Kultobjekts, führt eine Art Ballett zwischen einem schwarzen Quadrat in einem schier unendlichen Weltraum mit weißen Quadraten und weißen Punkten auf, so spannend und überraschend, dass die Besucher sich vor dem kleinen „Bildschirm“ stauen.
 
Gleich im Eingangsraum ein ganz besonderes Objekt: drei Reihen von Öl- und Aquarellbildern im quadratischen Format, die in ihrer Kombination ein Gesamtkunstwerk ergeben, aber auch jedes für sich interessante Einblicke gewähren. Wolkige stoffliche Pigmentbilder bilden die Basis, überlagert von farbigen Aquarellen, die luftig-leicht wirken, bei näherem Hinschauen aber auch eine Bedrohung der Idylle erahnen lassen. Und gekrönt wird das Ganze von sechs Darstellungen des Weltraums, von Planeten in unterschiedlichsten Formen und zwischen intensivem Rot und tiefem Schwarz changierend. Hier kann der Betrachter ahnen, dass zu den besonders bekannten und geschätzten Bildern Willi Buchers seine kreative Auseinandersetzung mit den Farbwelten von Mark Rothko zählt, sein souveräner Umgang mit mal monochromen Farbflächen, die dann immer wieder so aufgebrochen werden, dass man als Betrachter ganz tief in die Bilder hineingezogen wird. (hlin)

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