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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2011
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 09-05-2011

Archaische Formen mit Phantasie
und Experimentierfreude

Skulpturen und Bilder von Georg Hüter in der Galerie Maria Kreuzer in Amorbach


Amorbach.    Ein großer Bronzequader im Eingangsbereich, reizvoll kontrastiert durch ein großformatiges farbenfrohes Bild, in dem mit Spachtel und Pinsel viele Schichten Ölfarbe spielerisch und mit spürbarem Spaß an der Arbeit auf anderthalb Quadratmetern aufgebracht wurden – schon beim Eintritt in die Galerie Maria Kreuzer wird der Betrachter von der verblüffenden Mischung aus der Schwere von Basalt und Bronze und der zugleich stets präsenten Leichtigkeit und einer unverkennbaren Experimentierfreude gefangen genommen. Ein Blick auf die 13 Skulpturen aus Bronze und Basalt macht jedem Kunstkenner sofort klar: Hier werden typische „Hüter“ stilvoll und ästhetisch überzeugend in den zwei Galerieräumen präsentiert und kommen selbst auf diesem eher begrenzten Raum hervorragend zu Geltung. Dass Maria Kreuzer zusammen mit dem Künstler Georg Hüter bewusst auf eine Überladung der Räume verzichtet hat, kommt dem Gesamteindruck zugute.

Überrascht dürften selbst Hüter-Kenner von den 21 Bildern sein, die in Amorbach zu sehen sind und eine ideale Symbiose mit den Skulpturen eingehen. Öl auf Leinwand, Öl auf Papier oder Kupferdruck, Öl auf Pappe oder Spanplatten – vielfältig und experimentierfreudig sind die Bilder, dieser gelungene Versuch, die Strukturen und Kernaussagen der Skulpturen in die Zweidimensionalität zu transponieren. Auch hier dominiert das Spiel mit Formen, mit Flächen und mit Farben. Wenn bei den Bronze- und den Basaltobjekten viel vom Reiz der Objekte aus ihrer archaischen, bewusst reduzierten Form, aus dem Nebeneinander rauer und glatter Flächen, aus dem Facettenreichtum der Oberflächengestaltung entspringt, dann faszinieren die Bilder mit ihrer Leichtigkeit, mit dem verspielten Gestus, mit dem Mut zum Experiment. Souveräner Umgang mit Spachtel und Pinsel, die Bereitschaft, bis zu zehn Anläufe in Kauf zu nehmen, bis eine Zeichnung so aussieht, dass sie der Künstler der Öffentlichkeit „zumuten“ will – die Ausstellung in Amorbach stellt in nuce den „ganzen Hüter“ vor: Sie zeigt die handwerkliche Perfektion des Steinbildhauermeisters, der fünf Jahre bei Michael Croissant an der Städelschule studierte, sich für eine Laufbahn als freier Künstler entschied und bis heute sein Können, seine Kunstauffassung und seine Lust an Neuem in Lehraufträgen an verschiedenen Universitäten weitergibt. Und wer mit offenen Augen Werkstätten junger Bildhauer – nicht nur am Untermain – besucht, wird mehr als einmal deutliche Anleihen bei Georg Hüter finden – nicht zum Nachteil der jungen Künstler. Wie phantasievoll er mit Formen und Objekten umgeht, die er in der Natur vorfindet, wie er diese „Vorlagen“ erst einmal liegen und „reifen“ lässt, bevor er das aus ihnen macht, was auch in Amorbach zu sehen ist: Diese Mischung aus Respekt vor der Natur und mitreißender Freude am künstlerischen Spiel, abgerundet durch die überzeugende handwerkliche Perfektion, die selbst Schweres leicht erscheinen lässt sind die Bestandteile des künstlerischen „Erfolgsrezepts“ Georg Hüters. Wie seine archaischen, großen Skulpturen in der Natur wirken, auch das ist in Amorbach zu sehen: Im Seegarten beeindrucken noch bis September großformatige Stelen mit der unverwechselbaren Hüter-Handschrift bei den Basalt-Oberflächen.   

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