website design templates

GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2013
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 09-04-2013

Ausstellung mit beeindruckender räumlicher
und grafischer Sensibiltät

Mit Werken von Anna Tretter startet in der Galerie Kreuzer das Projekt FIA Amorbach e.V.


Amorbach. Besser hätte das anspruchsvolle Großprojekt „Freie Internationale Akademie Amorbach“ (FIAA), die vor wenigen Wochen mit der Gründungsversammlung des Fördervereins ins Leben gerufen wurde, kaum beginnen können. Anna Tretter, international renommierte Installations- und Videokünstlerin, die längst auch mit ihren Skulpturen und Papierarbeiten große Beachtung gefunden hat, präsentiert einen eindrucksvollen Querschnitt durch ihr künstlerisches Schaffen vier Wochen lang in der Galerie Maria Kreuzer in Amorbach.

Die Künstlerin gehört mit der Galeristin und mit dem Kunsterzieher Thomas Hohlfeld zu den Initiatoren der Akademiegründung und zeigt in der Galerie das breite Spektrum ihrer künstlerischen Ausdrucksformen und Materialien. Zunächst fällt eine große Skulptur aus geflammtem Stahl mit dem Titel „TW-IN“ ins Auge. Mit einer Höhe von gut 1,80 Meter ziehen da zwei Stahltürme die Aufmerksamkeit auf sich, die auf den ersten Blick an die Twin Towers des World Trade Center erinnern. Aber das Kunstwerk verdient einen zweiten und dritten Blick. Vor allem die differenzierte Oberflächenbehandlung der Stahlobjekte regen die Phantasie an und leiten fast nahtlos zu den Papierarbeiten Tretters in der Ausstellung über. Denn auch in den Stahloberflächen sind zeichnerisch-malerische Elemente zu finden, Strukturen mit dreidimensionalen Effekten, die auch die großformatigen Bilder mit Silberlack, Asche und Graphit auf Bütten auszeichnen und für ein faszinierendes Spiel von Licht und Schatten sorgen. Ohnehin ist der völlig Verzicht auf Farbelemente typisch für Tretters Arbeiten. Sie setzt auf das Spiel von Licht und Schatten, wobei der Strich und der Auftrag der Materialien für einen verblüffenden Reichtum von Abstufungen sorgen. Manche Bilder wirken zart und wolkig, bei anderen ahnt man kraftvolle Strukturen, harte Gegensätze – aber alles in Lichtwirkung eingebettet und zugleich eine Herausforderung an die Phantasie des Betrachters.

„Froufrou – das Rascheln von Seidenstoffen und von anderen Beweggründen“ hat Anna Tretter ihre Präsentation genannt. Die 57-jährige Künstlerin, die zahlreiche Einzelausstellungen in Deutschland, der Schweiz, Polen, der Slowakei und in Südafrika beschickt hat, deren Kunst mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde und die als Gastdozentin und als Gastprofessorin in mehreren Ländern Kunsttheorie und Kunstpraxis gelehrt hat, lässt sich in keine Schublade stecken. Immer wieder räumt sie auch dem Zufall beim künstlerischen Prozess großen Raum ein, wenn sie mit Silberlack oder auch mit Kaffeesatz arbeitet, wenn sie Installationen entwickelt, die Räume ergründen und ausschreiten und Verbindungen herstellen, die im Alltagsgetrieb nicht erkennbar sind. Ein schönes Beispiel für diese Art von Kunst, mit der Anna Tretter in Mittel- und Osteuropa schon große Projekte im Auftrag der EU durchgeführt hat, ist auch in Amorbach zu sehen. Im Projektraum „Beste Lage“ hat sie zusammen mit Thomas Hohlfeld mit Videoinstallationen Orte und Kunststätten verknüpft und künstlerisch aufeinander bezogen – eine kreative Auseinandersetzung mit Raum und Zeit, die ganz typisch für Anna Tretter ist und für so manchen Kunstrezipienten ganz sicher eine Herausforderung darstellt.

Die Vernissagerede in Amorbach hielt Michael Sieber, 1998 bis 2006 politischer Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg. Er lobte die Arbeit von Anna Tretter u.a. mit dem Satz: „Künstler erhellen die toten Winkel der Grauzonen der Wahrnehmung“ und formulierte mit Blick auf Platon: „Der Greifbarkeit des Gegenstandes antwortet die Unendlichkeit des Raumes“.

PRESSE ARTIKEL AUF- UND ABBLÄTTERN

     

GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014
WEITERE THEMEN

DANKE FÜR IHR INTERESSE !

KONTAKT  I  IMPRESSUM


© 2017 MARIA KREUZER