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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2009
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Main-Echo 09-03-2009

Phantasie, Kreativität und Harmonie

Bilder von Arno Jung und Skulpturen von Christoph Jakob in der Galerie Kreuzer Amorbach


AMORBACH   Alle sechs Wochen wechseln die Bilder und Objekte in der Galerie Maria Kreuzer in Amorbach und jedes Mal sind die Besucher wieder überrascht, mit welch sicherem Gespür es die Galeristin schafft, in ihren Räumen ein schlüssiges, harmonisches Gesamtbild zu gestalten. Das ist auch diesmal nicht anders, wenn Arno Jung seine Bilder und Christoph Jakob seine Basaltskulpturen präsentiert.

Jung wurde 1948 in Remscheid geboren, hat an der TU Berlin Architektur studiert und auch die Hochschule für bildende Künste besucht. 1990 erhielt er den Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis für bildende Kunst des Landkreises Darmstadt-Dieburg und 1998 den Kulturpreis der Stadt Pfungstadt, in der er bis heute lebt. Im Gespräch mit der Galeristin erläuterte er mit viel Temperament und Offenheit seine Arbeiten, ging auf das Nebeneinander von Realismus und Abstraktion ein, auf die Zweiteilung vieler Bilder, in der sich Gegensatz, Zusammenspiel und Ergänzung unterschiedlicher Realitäten spiegeln, monochrome Wirkung und Objektdarstellung, Rationalität und Emotionalität. Schon der erste Blick beweist das große handwerkliche Können Jungs, der seit mehr als 25 Jahren auf zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen seine Bilder präsentiert und sich schon oft durch öffentliche Ankäufe gewürdigt sah, immer wieder wird auch spürbar, dass tatsächlich zwei Seiten in ihm wirken, der Architekt und der Maler. Monochrome Flächen mit verblüffender Tiefenstruktur und Transparenz finden sich neben oft sehr realistischen Objekten, beispielsweise neben Trauben, die täuschend natürlich wirken. Reizvoll ist Jungs Spiel mit der malerischen Technik, wenn er Pastell und Bleistift einsetzt, einen Ölfirnis darüber legt und weißes Pigment, die Schicht abzieht oder abwäscht und dann manchmal selbst vom Ergebnis überrascht wird. „Gestreuter Zufall“ nennt er selbst das, was in einer Mischung aus Temperament, Gefühl, Spontaneität und Planung entsteht, wenn er meist sehr konzentriert und zu ruhiger Musik an seinen Bildern arbeitet.

Hier liegen auch klare Gemeinsamkeiten mit Christoph Jakob, dem Steinbildhauer aus Kleinwallstadt, der 1973 in Erlenbach geboren wurde. Auch er macht natürlich einen Plan, bevor er an einen kleinen oder großen Basaltblock herangeht – „bei Hartgestein ist das unbedingt nötig!“ -, auch er aber wird immer wieder davon überrascht, was manchmal bei den Spaltvorgängen entsteht. Die Steine besorgt er sich vor allem aus der Türkei oder aus der Mongolei, weil ihn die dortigen Formen und die Patina mit dem hohem Eisenanteil einfach mehr reizt. „Hartgestein ist wie Glas, das splittert einfach weg, wenn man es falsch anpackt. Ich liebe diese Oberfläche, die Geschichten erzählt, und den kühlen Kern, den man herausschälen kann.“ Und genau das hat er auch bei seinen acht Skulpturen in der Galerie Kreuzer getan, deren größter Reiz tatsächlich in ihrer Oberfläche liegt. Dort gibt es ein spannendes Nebeneinander der natürlichen kristallinen Kruste in unterschiedlichen Farbtönen zwischen Beige und Grau und glänzenden, meist schwarzen Flächen, die dadurch entstanden sind, dass sie mit 8000er Korn poliert worden sind. Das Besondere an Jakobs Technik: Er nimmt den Stein auseinander und setzt ihn dann verblüffend schlüssig und mit tastsächlich spannenden Bruchkanten wieder zusammen, zu Turm-Objekten mit Titeln wie „Babel“ oder zu aufgebrochenen und dennoch geschlossenen Skulpturen wie die mit dem doppeldeutigen Namen „G-NOM“ – einerseits Bezeichnung für die Zelle mit dem Erbgut, andererseits ein Hinweis auf die Herkunft des Steins aus der Mongolei.

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