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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2012
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 08-12-2012

Weihnachtsausstellung mit Niveau
und Facettenreichtum 

Bilder von Tobias Diem, Keramiken von Annette Wandrer
und Silberschmuck von Irmtraud Klug-Berninger in der Galerie Kreuzer


Amorbach. Farbenfrohe Bilder, die auf den ersten Blick an die „Neuen Wilden“ erinnern, Keramik mit spannenden Oberflächen und Silberschmuckunikate von unverwechselbarer Handschrift: die Galeristin Maria Kreuzer präsentiert in den nächsten drei Wochen in Amorbach eine Weihnachtsausstellung mit Niveau und großem Facettenreichtum. Aus Obernburg, Stuttgart und Berlin kommen die drei Künstlerinnen und Künstler und sie gehören ganz verschiedenen Generationen an: Vielfalt also, soweit das Auge reicht.

Fast ein „Heimspiel“ hat Irmtraud Klug-Berninger aus Obernburg, die sich vor allem mit ihren Papierarbeiten und Buchobjekten einen Namen weit über die Grenzen des Untermains hinaus gemacht hat. Diesmal präsentiert sie in Glasvitrinen Schmuckunikate, Silberschmuck, manchmal mit Edelsteinen wie dem graublauen Labradorit, dem intensiv grünen Uvarovit und mit schwarz-grauen Rohdiamanten, immer handwerklich perfekt und mit sichtbarer Freude am phantasievollen Arbeiten gefertigt. Der Ideenreichtum, typisch für ihre mehrfach preisgekrönten Buchobjekte, spricht auch aus vielen der Ketten, Broschen und Ringe.

Die Keramikerin Annette Wandrer kommt aus Berlin. Sie studierte mit ihrem Mann Gerd zu DDR-Zeiten an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein. Beide mussten jahrelang mit Berufsverbot leben und wurden in den frühen 80er Jahren ausgewiesen. Sie zogen nach Westberlin, wo sie und ihr Mann, längst bundesweit bekannter Maler und Grafiker, bis heute leben und arbeiten. Die Keramiken – in Amorbach sind Vasen, vor allem aber Stierskulpturen zu sehen -, sind nicht selten Gemeinschaftswerke der Beiden. Oft modelliert nämlich Gerd Wandrer die Form und Annette sorgte dann mit ihrer ganz speziellen Oberflächengestaltung für die unverwechselbaren Markenzeichen der Objekte. Die Vielfalt der Strukturen ist eindrucksvoll. Oft verwendet die Künstlerin dafür auch Holzschnitte ihres Mannes. Besonders spannend: Die Keramikerin hat ein Verfahren entwickelt, das einzigartig sein dürfte: sie bedruckt mit einer speziellen Engobendrucktechnik die Oberflächen der Objekte und verwandelt so zweidimensionale Vorlagen überzeugend in die Dreidimensionalität.

Im Zentrum der Ausstellung und ganz dominierend in den beiden Räumen: die meist großformatigen Ölbilder und die farbenfrohen und phantasievollen Buntstiftzeichnungen von Tobias Diem. Er wurde 1980 in Hardheim geboren, ist in Schneeberg aufgewachsen und studiert an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Professor Chevalier. Seine Bilder sind zeigen einen sehr phantasievollen und mutigen Umgang mit Farben und Formen. Recht schnell setzt er eine erste Fassung der Bilder auf die Leinwand, bevor er sich dann sehr detailliert und sehr intensiv mit dem Bild auseinandersetzt und oft in wochenlanger Arbeit immer wieder neue Gestaltungen und Kompositionen von Schichten, Linien und Kreisen erarbeitet. Schluss mit dem Umarbeiten ist erst dann, wenn „das Bild funktioniert“. Wenn Kunst darin besteht, Schweres leicht erscheinen zu lassen, dann sind Diems Bilder ein Musterbeispiel dafür. Eine Herausforderung für den Betrachter sind die Ölbilder auf jeden Fall: Wer sich mit dem ersten Blick zufrieden gibt, dem bleiben die Tiefenschichten und die intensiven Strukturen verborgen. Wer sich aber auf sie einlässt, sich beispielsweise auch mit den eher kryptischen Titeln auseinandersetzt, der wird Formen, Farbzusammenhänge, Kontraste und Tiefenschichten entdecken, wird auch immer neue Facetten wahrnehmen, wenn es sich den Bildern nähert oder sich von ihnen entfernt. Und vielleicht bekommt man dann sogar eine Idee, was der Künstler mit Titeln wie „H.I.L.“, „t.h.i.k.“ oder „Dododont“ gemeint haben könnte. Die Anstrengung und die Zeit lohnen sich auf jeden Fall.

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