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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2011
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 05-12-2011

Zeitgenössischer Realismus -
Entschleunigung durch Kunst

Joerg Eyfferts Bilder sind schwebende, transparente Stillleben des 21.Jahrhunderts


Amorbach.     Wer in die neue Ausstellung in der Amorbacher Galerie Maria Kreuzer kommt, der betritt in all dem vorweihnachtlichen Trubel eine Oase der Ruhe. Der Grund: 20 Bilder des Joerg Eyffert in den beiden Galerieräumen, die für so etwas wie Lebens-Entschleunigung durch Kunst sorgen. Tatsächlich scheint auf den ersten Blick die Zeit stehen geblieben. Die Bilder erinnern auf den ersten Blick an niederländische Stillleben des 17.Jahrhunderts. Gläser in zahllosen Varianten, daneben Kirschen, Erdbeeren, darin manchmal Pflanzenstängel, mal abgeschnitten, mal mit Blüte. Das Besondere: Es sind keine zarten, eleganten Gläser, die Pracht und Glamour ausstrahlen wie die vor 400 Jahren, es sind oft ganz handfeste, stabile Gebrauchsgläser, die gleichwohl durch ihre Transparenz und durch intensive Lichtbrechung inneren Glanz verbreiten. Dinge des Alltags in neuem Licht zu zeigen und ihnen damit eine neue Aufmerksamkeit zu sichern, das ist offensichtlich eines der Hauptanliegen Eyfferts, der 1957 in Witzenhausen an der Werra geboren wurde, heute als freischaffender Künstler in Hanau lebt und arbeitet und dort auch einen Lehrauftrag für freie Gestaltung übernommen hat.

Glänzende, spiegelnde Oberflächen aus Glas, aber auch aus Metall – in Amorbach nur mit zwei Beispielen vertreten -, Spiegelflächen und facettenreiche Farbigkeit bei einer verblüffend realistischen und detailgetreuen Malweise in Öl, angeschnittene Motive, die das Bildformat sprengen, Gegenstände, die vor dem neutralen Hintergrund zu schweben scheinen und damit noch mehr Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen – es ist eine Form des zeitgenössischen Realismus, an der sich sicher die Geister scheiden, auch wen n niemand, auch nicht diejenigen, die mit solchem Realismus nicht viel anzufangen wissen, dem Maler die Bewunderung für seine Maltechnik versagen werden. Die differenzierte Lichtführung auf vielen Bildern liefert ein weiteres Beispiel für die technische Brillanz von Joerg Eyffert.

Abgerundet wird die aktuelle Ausstellung der Maria Kreuzer ganz stilecht von zahlreichen kleinen Kunstwerken in Glasvitrinen. Schmuckobjekte von renommierten Künstlerinnen wie Hilla Dirks, Usch&Teddy Forstmeyer, Irmtraud Klug-Berninger, Isabella Rose und Regina Schütz beweisen, welch bezaubernden Unikate man aus Silber, Gold, Bernstein, Jade, Perlmutt oder Lapis herstellen kann. Wer etwas ganz Besonderes sucht, findet auch den Turmalin-Quarz, den schwarzen Bernstein oder den in Silber gefassten Rohdiamanten. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die Galeristin ein feines Gespür für die ideale Kombination der Objekte hat, der wird diesmal endgültig überzeugt: Maria Kreuzer hat nämlich zwischen die Glasbilder Glasobjekte von Jörg Zimmermann aus Stuttgart platziert, der in der internationalen Studioglas-Bewegung mit seinen Arbeiten einen zentralen Platz einnimmt. Virtuos ist seine Arbeitsweise: Die heiße, fließende Masse wird durch ein Metallgitter geblasen und erhält dadurch ein vielschichtiges Innenleben. Jörg Zimmermanns Objekte spiegeln ganz intensiv die Realität, zeigen verletzte Strukturen einer komplizierten Innenwelt.

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