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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2010
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 03-12-2009

Fabelhafte Fabelwesen in schönster Harmonie

Bilder und Skulpturen von Mike Bauersachs und Helmut Brendel in der Galerie Kreuzer   


AMORBACH  „Engel – Fabelwesen zwischen Himmel und Erde“ heißt die Ausstellung, die am Samstagnachmittag in der Galerie Kreuzer in Amorbach eröffnet worden ist. Fast 200 Besucher drängten sich in den beiden Räumen und genossen sichtlich die harmonische Musik, das „Halleluja“ und das „Angel“, die Leonie Brendel mit glasklarer Stimme vortrug, am Keyboard begleitet von Laura Pföhler. Harmonie zeichnet ohnehin die Ausstellung mit den 19 Bildern und den fünf Skulpturen aus, Harmonie, die von handwerklichem Können und durchaus anspruchsvollen künstlerischen Konzeptionen geprägt ist.

Mike Bauersachs wurde 1959 in Miltenberg geboren, ist studierter Maschinenbauingenieur und arbeitet seit 14 Jahren selbstständiger Grafikdesigner. Er vollführt mit seinen Bildern eine atemberaubend stilsichere und phantasievolle Reise durch die Jahrhunderte, zeigt Engeldarstellungen, die in stimmigen Kombinationen an mittelalterliche Abbildungen und an Minuskelschrift erinnerte Elemente verbinden, reduziert dann wieder mit abstrakten, skizzenhaften Umrissen Erzengel, die im besten Sinn zeitgemäß und modern sind. Wer beim „Fallen Angel“ oder beim „Sad Engel“ Parallelen zu Kunst- und Medienidolen des 20.Jahrhunderts entdeckt, liegt nicht falsch und wer in den „Schmutzengelchen“ ein leibhaftiges „Modell“ vor Augen hat, hat genau so Recht. Abwechslungsreich sind die Techniken, die Mike Bauersachs anwendet: Acryl-Mischtechnik auf Leinwand dominiert zwar, daneben aber gibt es eindrucksvolle Fotografien, Linolschnitte in limitierten Auflagen und auch ein Eisengussobjekt.

Helmut Brendel wurde 1950 in Amorbach geboren, ist Chirurg am Krankenhaus Erlenbach und hat sich in den letzten Jahren zu einem bildenden Künstler entwickelt, der souverän mit den unterschiedlichsten Materialien wie Holz, Metall und Stein umgeht. In Amorbach sind die eleganten „Zwillinge“ aus Douglasienholz mit einer interessanten Maserung zu sehen, eine kompakte, blockhafte Pieta aus Sandstein mit einer wunderbar ausgearbeiteten Oberfläche, und ein „Bertus“ aus einem mächtigen Kirschholzblock, mal abstrakt und auf das Wesentliche reduziert, dann aber mit einem Gesichtsausdruck, der ganz differenziert die Traurigkeit und Nachdenklichkeit des Engels herausstellt. In der Mitte des ersten Raums empfängt ein Erzengel Michael aus Stahlblech die Besucher, spiegelt Majestät und Verletzlichkeit der „Fabelwesen“ in unserer Zeit und regt zur Auseinandersetzung mit dem Schaffensprozess an, der sich beispielsweise in den bewusst nicht geglätteten Schweißnähten spiegelt.  

Abgerundet wird die Ausstellung durch Schmuckobjekte von Hella Dirks, die der Künstler Harald Germer als „Kleinplastiken in Schmuckgröße, direkt für den Körper konzipiert“, bezeichnet hat. Wenn der Andrang bei der Vernissage nicht ganz täuscht, dann könnten die Objekte den Publikumsgeschmack genau getroffen haben – einen guten, einen anspruchsvollen Geschmack.

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