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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2010
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 04-03-2010

„Pure Energie“ in der Galerie Kreuzer in Amorbach

Bilder von Kerstin Schweitzer, Skulpturen von Roberto Cipollone und Schmuck von Isabella Rose


AMORBACH  „Pure Energie“ – diesen Namen gab der Vernissageredner Bernhard Schweitzer der aktuellen Ausstellung in der Galerie Kreuzer in Amorbach, als er die drei Künstler vorstellte – und niemand unter den zahlreichen Vernissagegästen hatte etwas einzuwenden. Kraftvoll, originell und außerordentlich harmonisch ist auch diesmal wieder die Summe an Exponaten, die Maria Kreuzer zusammengestellt hat und in den nächsten sechs Wochen präsentiert.

Isabella Rose, 1945 in Bad Mergentheim geboren, studierte an der Zeichenakademie und Fachschule für Edelmetallgewerbe in Hanau, regelmäßige Aufenthalte in Dänemark und Irland haben ihre Arbeit ebenso geprägt wie keltische Ornamentik und die Formenwelt der Wikinger, die sie in ihren Objekten zeitgemäß umsetzt. Ornamentbänder, Halbreliefs, Broschen und Spangen der ausgebildeten Silberschmiedin zeigen, wie kongenial Silber mit Edelsteinen, aber auch mit Elfenbein kombiniert werden kann und welch faszinierende Effekte mit Goldauflagen erzielt werden können.

 Roberto Cipollone hat längst auch am Untermain eine eingeschworene Fangemeinde, wie der Andrang in Amorbach von Gästen aus Nah und Fern bewies. Der Künstler wurde 1947 im italienischen Pescara geboren. „Ciro“ – so sein Künstlername – studierte drei Jahre an einer Kunstschule und gründete 1982 seine Künstlerwerkstatt „Bottega di Ciro“ in Loppiano in der Nähe von Florenz. Seit 20 Jahren fertigt er auch sakrale Auftragsarbeiten in vielen europäischen Ländern. Das Besondere seines Schaffens – in den Worten Schweitzers: Er „gibt Metallstücken in artfremder Verwendung eine neue Werthaftigkeit“, wendet sich mit seiner Form der „Arte povera“ gegen die lange Zeit dominierende Materialkunst und verleiht seinen Skulpturen mit Witz und Ironie eine ganz besondere Note: Reittiere arbeitet er aus Hufeisen, eine Gruppe Aufständischer ist aus Türangeln gefertigt und wird durch Tonköpfe gekrönt, zwei Skulpturen im Fenster der Galerie, „Schauder“ und „Krone“, sind aus den Resten geborstener amerikanischer Fliegergranaten aus dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Cipollone verformt die Materialien, das ausgediente Werkzeug, die rostigen Nägel, nie, er kombiniert sie aber so, dass sie zu neuem Leben erwachen. Bestes Beispiel dafür in der Galerie Kreuzer: die drei Städteansichten aus Schlössern und eine „Krippe mit Ochs“, die die Frage nach dem Esel provoziert – eine Frage, die sich von selbst beantwortet.

 Stimmig ergänzt werden die witzig-phantasievollen Skulpturen von den farbenkräftigen abstrakten Bildern der Kerstin Schweitzer. Sie wurde 1973 in Erlenbach geboren und ist in Pflaumheim aufgewachsen. Seit 1991 lebt sie in Glattbach, hat vor zehn Jahren als Autodidaktin mit dem Malen begonnen und bildet sich regelmäßig – z.B. an der Akademie Städel und an der Akademie Bad Reichenhall – fort. Sie hat mit Aquarellmalerei begonnen und stellt in Amorbach ihre Auseinandersetzung in Acryl und Öl mit dem Thema „Feuer“ in allen künstlerischen Facetten vor. Ob es um die Serien geht, die alle möglichen Stimmungen und Versionen von Wärme, Licht und Farben zeigen, ob es die Viererserien auf Metallschienen sind oder das Triptychon mit den sprechenden Titeln „aufwühlend“, „wärmend“ und „beruhigend“, ob man sich mit den direkten Aussagen von Farben und Formen auseinandersetzt oder die mystische Seite der Bilder auslotet – „pure Energie“ spricht auch aus diesen Bildern, wie aus allen Objekten dieser Ausstellung.   

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