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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2009
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Main-Echo 00-11-2009

„Plasma“ – Papierskulpturen und Bilder

Ralf Münz - Retrospektive und ganz aktuelle Installation in der Galerie Kreuzer


AMORBACH  Papiercollagen, Fotomontagen, Tinte auf Papier, Linol- und Kartondruck, an zwei Wänden des ersten Raums in der Amorbacher Galerie Kreuzer in einer Art „organischer Symmetrie“ angeordnet, locken in den zweiten Raum, in dem eine eindrucksvolle Papierskultur auf einem Sockel mit einer Videoinstallation und zu Klängen von Jürgen Hafner in einem rotem Rechteck aus roten Stoffbahnen die Blicke der Besucher anzieht. Drei Wochen lang stellt Ralf Münz in Amorbach Papierskulpturen und Bilder unter dem Titel „Plasma“ aus. Münz wurde 1960 in Laufach geboren, studierte an der Frankfurter Städelschule und lebt und arbeitet seit 22 Jahren in Aschaffenburg. Er kann auf eine beeindruckende Reihe von viel beachteten Ausstellungen verweisen, arbeitete mit Roland Wolf, Jürgen Hafner und Wolfgang Müllerschön in dem Projekt „Leihmutter“ zusammen und bekam vom Neuen Kunstverein Aschaffenburg den Förderpreis für Zeitgenössische Kunst verliehen.

Dr. Thomas Röske aus Heidelberg, ein intimer Kenner des Werks und der künstlerischen Entwicklung von Ralf Münz, hielt eine kenntnisreiche Einführung, die so manchem der zahlreichen und oft jungen Vernissagebesucher sicher den Umgang mit den ausgestellten Objekten erleichterte. Eine „Retrospektive“ von Münz’ Werken zwischen 1992 und 2009 sei in der Galerie Kreuzer zu sehen, ein Überblick, der grundsätzliche Gestaltungsprinzipien im Werk des Künstlers erkennen lasse, das Spiel mit Positiv und Negativ in den Schwarz-Weiß-Bildern, die „Reduplizierung von Formen“, die man als eine Art malerisches „Schüttelreimverfahren“ bezeichnen könne, mit dem ein reizvolles Spiel zwischen Innen und Außen vollführt werde, und schließlich das Arbeiten in mehrdeutigen Formprozessen, durch das beispielsweise in den Fotografien die Dokumentation in mehrdeutige Formen übersetzt werde.

Diese Arbeiten aus den letzten 17 Jahren mit ihrem Zug hin zu organischen Formen bei gleichzeitig zu spürendem Hang zum Konstruktivistischen mündeten, so Röske, folgerichtig in den zweiten Raum, der von der Skulptur „Plasma“ beherrscht wird - drei Gebilde aus Papier, Hohlformen, die oft aufgebrochen sind, wieder das Innen und Außen spiegeln und beispielsweise für Kommunikation stehen könnten. Röske erläuterte die Assoziation zu „Schleimpilzen“, zu losen Zellverbänden, die zwischen Pflanze und Tier changieren, und interpretierte die Skulptur als folgerichtige und dennoch verblüffende Weiterentwicklung des Münz’schen Werks. Seine Schlussbemerkung: „Man darf auf fernere Auswüchse des Werks von Ralf Münz gespannt sein.“   

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