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GALERIE MARIA KREUZER
IN AMORBACH 1975-2014

2010
AUSSTELLUNGS - PRESSE ARCHIV

Mobirise

Main-Echo 19-01-2010

Expressive Bilder, skurril-witzige Skulpturen

Kunst: Hildegard Ostheimer und Wolfgang Aulbach


AMORBACH  Fünf Wochen lang ist in der Amorbacher Galerie Maria Kreuzer eine sehr farbenfrohe und abwechslungsreiche Ausstellung zu sehen, die auch den Kunstfreunden etwas bringt, die beim Blick auf die Kunst das Augenzwinkern schätzen. Gemälde von Hildegard Ostheimer und Skulpturen von Wolfgang Aulbach in der Amorbacher Galerie Kreuzer. Foto: Heinz Linduschka Zu sehen sind 53 Bilder von Hildegard Ostheimer, - 1942 geboren, seit 1972 in Miltenberg, seit 1980 als Malerin tätig und Schülerin von Elisabeth Dering - und 14 bemalte Holzskulpturen von Wolfgang Aulbach - besser bekannt als WAUL, der 1956 in Aschaffenburg geboren wurde und nach einem Studium des Kommunikationsdesigns seit mehr als 20 Jahren als freischaffender Maler, Radierer und Holzbildhauer arbeitet.

»Unterwegs« heißt der Titel der eindrucksvoll präsentierten Ausstellung, deren Objekte tatsächlich einen sehr kurzweiligen Gang durch Landschaften und hin zu Menschen aller Facetten zeigen. Tatsächlich spiegelt die Farbgebung der Bilder mit großer Sensibilität und Sicherheit den Charakter so unterschiedlicher Landschaften wie der Küsten Norwegens oder des Lidos in Venedig, stellt das intensive Rot und Gelb des Mohns neben das Blau und Rot von Malven, lässt das Nordlicht genau so ahnen wie die Klarheit und Wärme des Mittelmeers.
Die stark an den Expressionismus erinnernden Bilder bilden einen schönen Kontrast und eine stimmige Ergänzung zu Aulbachs Skulpturen. Vom »Leichtmatrosen« aus Linde über die »Kleine Familie« aus Eiche bis hin zu »Mr. Henson« aus Lärche verraten die Objekte einen sehr souveränen, sehr ironischen Umgang mit dem gängigen Schönheitsideal, zeigen, wie Lang herausstellte, »Menschen ohne Posen, ohne Fassaden« und werden trotz der abstehenden Ohren und den manchmal riesigen Füßen ganz sicher nicht zu Witzfiguren.
Lachen ist zwar oft die erste Reaktion, wenn man WAULs Skulpturen betrachtet, die Reaktion reicht aber weiter, die Figuren regen auch zum Nachdenken an. »Mehr als eine geschniegelte Oberfläche« bescheinigte ihnen denn auch der Vernissageredner, der daran erinnerte, dass auch die archaischen Marmorstatuen ursprünglich grell bemalt waren. Immer auch eine Überlegung wert: die manchmal poetischen und tiefsinnigen Titel, die Wolfgang Aulbach seinen Werken gibt: »Ich muss Phantome jagen« heißt eine Skulptur aus Kirschholz, »Die Vision des Karl I.« ein Objekt aus Eiche.

Heinz Linduschka   

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